Die Zellen der Priestermönche

Die Zellen der Priestermönche: ORIGINALGETREUE ZELLE

Die Priestermönche verbrachten die meiste Zeit in ihren Zellen. Es war der Ort geistiger, körperlicher und handwerklicher Arbeit. Hier beteten, aßen und schliefen sie. In der Chartreuse von Villeneuve kann eine nach vorhandenen Unterlagen originalgetreu nachgebaute Zelle besichtigt werden.

Déambulatoire du grand cloître
 

Ambulatorium des Großen Kreuzgangs, auch Toten-Kreuzgang genannt Die Zellentüren führten zum Großen Kreuzgang oder zum Johannes-Kreuzgang. Auf dem Türsturz waren Buchstaben aufgemalt.
Die kleine Holzklappe neben der Zellentür ist eine Durchreiche. Der diensthabende Mönch brachte den abgeschieden lebenden Mönchen die Mahlzeiten. Die Durchreiche in der Mauer ist schräg, sodass sie sich nicht sehen konnten und nicht in Versuchung kamen, miteinander Verbindung aufzunehmen, und sei es nur durch Zeichen.

 
Avé Maria
 

Eine Zelle bestand aus mehreren Räumen. Hier sieht man den Handwerksraum, der für die Mönche wichtig war. Sie konnten Holz hacken und kleine Gegenstände herstellen. Kunsttischlerei hat bei den Kartäusern Tradition.
Die anderen Räume heißen Ave Maria (ein kleiner Vorraum, durch den man die Zelle betritt und der die Abkehrung von der Außenwelt symbolisiert; der Kartäusermönch ruft beim Betreten und Verlassen der Zelle die hl. Jungfrau an) und Cubiculum, ein Zimmer zum Ruhen und Beten.
Die Mönche hatten unter anderem einen anliegenden Garten, in dem sie Blumen und Kräuter züchteten.

 
cellule témoin, balconcellule témoin, balcon

Vom Zimmer führt eine Treppe nach oben zum Balkon. Man sieht hier den Zu- und Abgang. Bei schlechtem Wetter oder großer Hitze gingen sie hier an die frische Luft und konnten einen Blick auf den Garten werfen.

 

 
Heute wohnen in den restaurierten Zellen Residenten, Autoren, Theaterübersetzer, Regisseure, Schauspieler, Choreografen und Tänzer...
 
Cellules 1 Cellules 2 Cellules 3 Cellules 4 Cellules 5 Cellules 6